Unser Schulteich (1985/86)

Prägende Erlebnisse an unserem Schulteich

 

In den Jahren 1985 und 1986 entstand der nierenförmige acht mal zwölf Meter große Schulteich, der mit seinen vielen Wasserinsekten und Fischen und der Artenvielfalt an Wasser- und Sumpfpflanzen ein idealer Ort für den Biologieunterricht im Freien geworden ist. Einfache Wasseruntersuchungen mit der Lupe oder dem Mikroskop, die Beobachtung der Libellen, der Stichlinge und Moderlieschen oder der Entwicklungsverlauf der Frösche sind nur einige der möglichen Unterrichtsinhalte.

 

 

 

Der Schulteich wird das ganze Jahr über regelmäßig als Unterrichtsort im Freien von den Klassen und den Schulgarten- AGs aufgesucht. Die Kinder erfahren dabei die vielfältigen Vorgänge der Natur hautnah und unmittelbar. So kann es zu einem prägenden Erlebnis werden, am Schulteich die Paarung, die Eiablage oder das Schlüpfen der Libellen zu beobachten, Gerade der "Geburtsvorgang", wenn bei den ersten Sonnenstrahlen eine Libelle aus ihrer Larve schlüpft, bleibt unvergesslich für die Kinder.

 

 

Interessiert verfolgen die Kinder auch das Brutverhalten der Stichlingsmännchen, sowie das Paarungsverhalten der Kröten und die Entwicklung der Kaulquappen zu ausgewachsenen Fröschen. Auch Molche können beobachtet werden, Wasserläufer, Schnecken und viele andere Wassertiere.

Ein Erlebnis ist es immer wieder, die Paarung der Libellen...........

 

 

 

...................und die fast drei Stunden dauernde "Geburt" einer Libelle zu beobachten.


Wichtig ist, den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, welche Bedeutung solche Kleingewässer in der Natur haben. Sie sind  Laichplätze für Fische und Amphibien, Brut- und Rastplätze für Wasservögel, bieten Tränk- und Bademöglichkeiten für Vögel, Säugetiere und  unsere Bienen und sind eine wichtige Nahrungsquelle für insektenfressende Tiere.


Vor allem ist am Schulteich eine kontinuierliche Pflege notwendig. Hier kümmern sich einzelne Klassen und die Bio-AGs um die Pflegemaßnahmen. Während des gesamten Projektverlaufes im ersten Jahr erfolgte zudem eine Beratung und Unterstützung durch das Amt für Umwelt des Wetteraukreises und durch die Untere Naturschutzbehörde.

Erste Arbeiten für den Schulteich

 

So fing es 1985 an und mitten in der regelmäßig kurz geschnittenen Wiese entstand mit dem Schulteich das erste Biotop des Schulgartens. Die Stadt Bad Nauheim stellte Baumaschinen für die groben Erdarbeiten zur Verfügung. Die Feinarbeiten der Teichebenen, die Folienverlegung und die Anpflanzungen wurden von den Kindern und den Lehrkräften erledigt.


Die Vogeltränke

Die etwa vier Meter lange Vogeltränke bietet Trink- und Bademöglichkeiten für Vögel, Bienen und kleinere Säugetiere. Die Lage der Vogeltränke im gemähten Teil der Wiese wurde deshalb gewählt, damit die trinkenden Vögel vor den herannahenden Katzen sicherer sind.


Am Rande der Vogeltränke wurde Lehm eingebracht, den die Vögel, besonders die Schwalben, für ihren Nestbau benötigen.

 

 

 


In den letzten Jahren hat sich die Vogeltränke zu einem kleinen Biotop mit Molchen, Libellenlarven und verschiedenen Wasserinsekten entwickelt. Durch die niedrige Wassertiefe können die Tiere, u.a. zwölf Molche, von den Kindern sehr gut beobachtet werden.

 

 

Im April 2002 wurde die Vogeltränke erneuert. Zum einen war die alte Folie undicht geworden, zum anderen wurde die Wasserfläche etwa verdoppelt.


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© Frauenwaldschule 1999
Zuletzt aktualisiert:  Januar 2006