Eine Idee wird Wirklichkeit

 

1985 gab es erste Überlegungen an der Frauenwaldschule, die große und kurz geschnittene Rasenfläche rund um das Schulgebäude natürlicher zu nutzen, sinnvoller in den Unterricht mit einzubeziehen und den Kindern der Schule die Natur näher zu bringen und damit gleichzeitig einen Beitrag zu leisten für die Pflege der Natur und die Erhaltung von Biotopflächen für unzählig viele Pflanzen und Lebewesen. Seit diesen 18 Jahren sind die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, unser Hausmeister, das Lehrerkollegium und die Schulleitung der Frauenwaldschule bemüht, das ca. 12.000 m2 Schulgartengelände für einen handlungsorientierten und anschaulichen Sachunterricht und Biologieunterricht zu gestalten und zu nutzen.


Im Laufe der Jahre wurden dann durch die gute Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, dem Hausmeister und vielen Eltern verschiedene Projekte angegangen und im Unterricht und in unzähligen freiwilligen Stunden an Nachmittagen und Samstagen verwirklicht. So entstanden u.a. der Schulteich, die Trockenmauer, die Vogelschutzhecke, die Obstbaumanlage, die Kräuterspirale, die Blumenwiese, die Kompostanlagen, die verschiedenen Nisthilfen, die Hochbeete, das Alpinum, die Bienenstöcke und viele andere Naturschutzmaßnahmen.

Diese Biotope werden regelmäßig das ganze Jahr über als Unterrichtsort im Freien von den Klassen benutzt. Die Kinder erleben somit die Natur lebensnah, unmittelbar und "begreif"bar. So kann es zu einem prägenden Erlebnis für die Kinder werden, die Eiablage und das Schlüpfen der Libellen zu verfolgen, das Brutverhalten der Stichlinge zu beobachten, die Nisthilfen der Solitärbienen zu untersuchen, die Asseln und Würmer im Kompost zu "erforschen" oder die über 4o Kräuter der Kräuterspirale zu schmecken.

 


Handlungsorientierten Unterricht erleben die Schülerinnen und Schüler u.a. auch beim Umschichten der Kompostanlagen, beim Schneiden der Obstbäume, beim Heumachen, bei der Aussaat der Kräuter im Frühbeet oder beim Ernten und Verkaufen der geernteten Äpfel und Zwetschgen. Die Pflege des Teiches und des Teichrandes, die Aufschichtung der Benjes-Hecke oder das Pikieren der ausgesäten Kräuter fördern die Selbständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder.

 

Sehr wichtig ist jedoch bei allen Projekten die kontinuierliche Pflege des gesamten Schulgartengeländes. So müssen u.a. die neu eingepflanzten Büsche, Bäume und Kletterpflanzen bei längerer Trockenheit mehrmals in der Woche gegossen, das getrocknete Gras von der Wiese abgerecht, die Kräuter ausgesät oder eingepflanzt, die Vogeltränke immer mit Wasser aufgefüllt und das Häckselgut der abgeschnittenen Äste unter den Büschen verteilt werden. Diese und noch viele andere Pflegearbeiten machen die einzelnen Klassen ohne große Aufforderung, einzelne Schülerinnen und Schüler in ihren Freistunden oder nach dem Unterricht, die über 120 fleißigen Helferinnen und Helfern der Bio- AGs und nicht zuletzt einige Lehrkräfte, der Schulleiter und der Hausmeister das ganze Jahr hindurch.

 


Die Schule arbeitet im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes mit der Naturschutzgruppe von Bad Nauheim und mit der Umweltwerkstatt in Niddatal/Assenheim zusammen. Diese Kontakte und die geplante Einbeziehung von Personen in den Unterricht u.a. des Obst- und Gartenbauverbandes Wetterau oder andere Fachkräfte sollen weiter verstärkt werden. Für viele Projektarbeiten bekam die Schule materielle, fachliche und finanzielle Hilfe von Firmen und Geschäften, von Versicherungen und Sparkassen, vom Bauhof des Wetteraukreises, vom der Verwaltung, dem Bauhof und dem Grünamt der Stadt Bad Nauheim, von der Natur- und Vogelschutzgruppe Bad Nauheim und dem Obst- und Gartenbauverband des Wetteraukreises.


Die durchgeführten und in den nächsten Jahren noch geplanten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Schulgartengelände sollen nicht nur ein Beitrag zum handlungsorientierten Unterricht sein, sondern einen praktischen Beitrag leisten zur Pflege der Natur und zum Erhalt unserer Umwelt. 


 

Die gemeinsamen Aktionen der Schülerschaft, des Lehrerkollegiums, des Hausmeisters und der Eltern der Frauenwaldschule sollen dazu anregen, bei allen Beteiligten das Interesse und die Freude zu wecken für die Natur und alle Beteiligten sensibler und verständnisvoller zu machen für die bedrohte Tier- und Pflanzenwelt. Nicht zuletzt sollen diese Projekte den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und allen Besuchern der Frauenwaldschule Anregungen geben, möglichst bald entsprechende Maßnahmen in allen Gärten, umliegenden Wiesen und Grundstücken und an kahlen Häuserwänden durchzuführen.



Konzept der Schulgartenarbeit
 

The school garden at the Frauenwaldschule



The school garden at the Frauenwaldschule has been a focus for educational activity since its establishment in 1985. The garden enables us to bring pupils into closer contact with the natural world, whilst at the same time making a positive contribution to the environment by maintaining a conservation features we have developed are the school pond, a dry stone wall, a bird sanctuary hedge, an orchard, a herb garden, a meadow, a composting system, honeybees and nesting aids.
Several further projekts are planned for the near future.

 


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© Frauenwaldschule 1999
Zuletzt aktualisiert: März 2008